maennerherz ist Blog und Magazin von Martin Fütterer, Journalist.
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Wie das Gefangenendilemma aus der Spieltheorie zu seinem Namen kommt, ist unerheblich, das namensgebende Beispiel ist ohnehin nicht soo toll. Kurz gesagt handelt es sich um eine Spielsituation, in der die Spieler die Wahl haben, auf Win/Win oder Win/Loose zu spielen. Wenn alle oder genügend Spieler auf Win/Win spielen, ist nicht nur der Gesamtgewinn sondern auch der individuelle Gewinn am höchsten (die Bank wird gerettet, alle Ersparnisse auch, im Idealfall steigen sogar die Bankaktien und alle Einleger erhalten eine Beteiligung). Spielen aber zu viele Spieler auf Win/Loose, verlieren die restlichen Spieler alles. Da die Spieler nicht miteinander in Kontakt stehen, wissen sie nicht, ob und wieviele Spieler Win/Loose spielen. Das vernünftigste Verhalten ist daher, selbst Win/Loose zu spielen, also das eigene Ersparte zumindest teilweise in Sicherheit zu bringen bevor es andere tun. Oder doch nicht?

Aus Kloster St. Pius X

Derzeit bin ich der einzige Patient, hier im Kur Kloster Pius X. Nagar in Marayoor. Es ist die heißeste Jahreszeit, Mitte Mai, in zwei Woche wird die Regenzeit beginnen. Europäische Reisende meiden Indien jetzt, weil ihnen das Klima zu anstrengend ist. Für Marayoor treffen diese Bedenken aber nicht zu, was sich wohl noch nicht herum gesprochen hat. In einer Höhe von rund 1300m über dem Meer ist die Temperatur auch jetzt angenehm (24°C, gefühlte 28°C). Das Hochtal liegt zudem im Regenschatten, so dass sich die Niederschläge auch in der Regenzeit in Grenzen halten.

Aus Kloster St. Pius X.

Marayoor, Indien, Mai 2011: Seit vier Wochen schmiere ich mir ein Pulver auf Gesicht und Haare, das den Geruch und die Konsistenz von Parmesan-Käse hat. Aber: Ich habe es falsch gemacht. Das käsige Pulver ist das Körperpuder, das nur mäßig besser riechende, graue Pulver das für den Kopf. Weil mir solche Verwechslungen in letzter Zeit öfter passieren, bin ich hier: In einer Ayurveda-Klinik in einem Kloster in den Bergen von Kerala, Indien.

 

Umweltorganisationen kritisieren Doppelmoral deutscher Atompolitik und fordern Rücknahme der Hermesbürgschaft für das brasilianische AKW Angra 3

Zwei Jahre nach dem Jahrhundertbeben im März 2011 ist Japan zum Paria der Weltgemeinschaft abgestiegen. Schuld ist nicht die Naturkatastrophe mit nachfolgendem Tsunami sondern das radioaktive Desaster in Fukushima. // Martin Fütterer

Was funktioniert besser im Zeichen des Klimawandels: Öko-Diktatur oder Demokratie? Oder keines von beiden? Prof. Dr. Harald Welzer sieht in der Demokratie generell mehr Potenzial. Doch es müsste sich einiges ändern.

Welche Gesellschaftsform kann den Klimawandel besser bewältigen: Demokratie oder eine autoritäre Regierung, die notfalls über die Köpfe der Bürger hinweg entscheiden kann?

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