Sexualität


Alles über Porno im Internet - als Pornovideo.

profil: Der Mann wird von der Sachliteratur neuerdings zum Krisengebiet erklärt: Muss er uns in seinem heutigen Zustand leid tun?
Schwarzer: Nein, Mitleid ist immer falsch. Aber Mitgefühl dürfen wir schon haben mit diesen Jungen und Männern, die in ihrem alten Selbstverständnis erschüttert sind und ein neues noch nicht so recht gefunden zu haben scheinen.

SPIEGEL ONLINE: Haben Männer Angst vor emanzipierten Frauen?

Kolle: Manche Männer haben noch immer nicht begriffen, dass völlige Gleichberechtigung die Grundlage für eine Beziehung ist. Wenn mir einige erzählen, sie hätten Orgasmusschwierigkeiten, wenn die Frauen sexuell fordernd sind, dann sage ich: Freut euch doch! Da haben wir immer darauf gewartet, dass die Frauen ihre Lust zeigen. Das ist ein endloser Diskurs zwischen Männern und Frauen, wir müssen uns irgendwo einpendeln. Und dieses Einpendeln nenne ich Aufklärung. Aufklärung ist ja nicht, dass ich erkläre, wie man das Ding reinsteckt. Sie besteht aus Information, Diskussion, miteinander reden. Miteinander aushandeln, was beide eigentlich wollen.

Es scheint, als wüsste die Gesellschaft nicht, wie sie mit der gewaltigen Pornoflut umgehen soll. Das Problem ist auch relativ neu: Gab es in den Sechzigern weltweit gerade 2000 einschlägige Filme, so wird Youporn.com allein heute 15 Millionen Mal angeklickt. Dem Thema kann auch niemand entkommen: Unser Alltag ist durch und durch sexualisiert, laszive Gesten sieht man auf jeder Plakatwand.

Britische Forscher haben eine neue Theorie zum weiblichen Orgasmus vorgestellt. Das Erreichen des Höhepunkts beim Sex ist demnach auch eine Frage des Geldes. "Die Orgasmus-Häufigkeit bei Frauen steigt mit dem Einkommen ihres Partners", sagte Thomas Pollet von der Newcastle University der Zeitung "The Times". Es handle sich um ein Evolutionsphänomen, das Frauen bei der Auswahl ihres Partners helfe. "Es hilft ihnen, die Qualität von Männern zu unterscheiden", sagte Pollett dem "Telegraph".

Bobby ist 29, er kommt aus dem nigerianischen Lagos. Er war sieben, als sein Vater, ein Autohändler, starb, die Mutter blieb mit ihm und drei weiteren Geschwistern allein. Sie hatte Mühe, die Kinder mit einem Kleiderladen durchzubringen, vor drei Jahren starb auch sie. Bobby, der Älteste, wurde daraufhin auf die Reise geschickt: Er sollte sein Glück in einem Land versuchen, in dem es so kalt ist, dass er selbst im Sommer manchmal mit einer Wattejacke herumlaufen muss.

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